Vertrauen

Nachprüfbar statt behauptet

Im Influencer-Marketing werden Reichweiten per Screenshot belegt – und Screenshots kann man bearbeiten. Deshalb kommen die Zahlen bei geprüften Profilen direkt von Instagram, TikTok oder YouTube. Hier steht genau, wie das funktioniert, was wir dabei sehen und was wir bewusst nicht behaupten.

Wie die Prüfung abläuft

Der Creator klickt in seinem Profil auf „Konto verbinden“ und meldet sich im offiziellen Anmeldefenster der jeweiligen Plattform an – also bei Instagram, TikTok oder Google selbst, nicht bei uns. Wir bekommen dabei kein Passwort, sondern nur eine Freigabe, bestimmte Kennzahlen abzurufen. Danach trägt das Profil die Kennzeichnung geprüft, und die Followerzahl stammt aus der Quelle, nicht aus einem Formular.

PlattformWas wir abrufenWas wir nicht bekommen
InstagramNutzername, Kontotyp, Followerzahl, Anzahl BeiträgeNachrichten, Kommentare, Follower-Liste, Veröffentlichungsrechte
TikTokNutzername, Anzeigename, Follower, Gefolgte, Likes, Videoanzahl, VerifizierungsstatusNachrichten, Entwürfe, Veröffentlichungsrechte
YouTubeKanalname, Abonnenten, Gesamtaufrufe, Anzahl VideosKommentare, Einnahmen, Veröffentlichungsrechte
Nur lesen, nie schreiben
Alle Verbindungen sind reine Lesezugriffe. Creator Pool kann in keinem Fall etwas veröffentlichen, löschen oder kommentieren – die dafür nötigen Berechtigungen fragen wir gar nicht erst an. Der Creator kann die Verbindung jederzeit selbst wieder trennen.

Was eine Verbindung nicht leistet

Ehrlichkeit gehört zur Prüfung dazu: Eine bestätigte Followerzahl heißt nicht, dass die Follower echt sind. Wer Follower kauft, bei dem zählt die Plattform sie mit – und gibt sie entsprechend an uns weiter.

Deshalb ist die zweite Zahl die wichtigere: das Verhältnis von durchschnittlichen Aufrufen zur Followerzahl. Gekaufte Follower sehen keine Videos. Ein Profil mit 20.000 Followern und 600 Aufrufen fällt damit sofort auf, egal wie bestätigt die 20.000 sind.

SignalWas es aussagtWie belastbar
Followerzahl (verbunden)Größenordnung des Kanalshoch – kommt von der Plattform
Ø Aufrufe je Beitragtatsächliche Aufmerksamkeitdas aussagekräftigste Signal
Followerzahl (Selbstauskunft)Anhaltspunktgering – ungeprüft
Kommentare und ReaktionenBindung zur Communitygut, aber manuell zu prüfen

Worauf du beim Sichten selbst achten solltest, steht in der Zehn-Minuten-Kontrolle unter Micro-Influencer finden.

Der Passungs-Wert – die Rechnung offengelegt

Wenn wir dir passende Creator vorschlagen, steht neben jedem Profil ein Wert zwischen 0 und 100. Der entsteht nicht durch ein undurchsichtiges Modell, sondern durch eine feste Punktevergabe. Wir legen sie hier vollständig offen, damit du den Wert einordnen kannst:

KriteriumPunkteWann es zählt
Nische passt zur Anfrage30der wichtigste Faktor überhaupt
Reichweite per Login geprüft25verbundenes Konto statt Selbstauskunft
Reichweite im gesuchten Fenster20voll bei 1.000–25.000 Followern
Ø Aufrufe über der Followerzahl15das Qualitätssignal für echte Aufmerksamkeit
Hinterlegter Preis passt ins Budget10wenn beides angegeben ist

Unter jedem Wert stehen zusätzlich die Gründe im Klartext – etwa „Nische Fashion & Mode“, „Reichweite verifiziert“ oder „Ø Views 267 % der Follower“. Du siehst also nicht nur dass jemand passt, sondern warum.

Was wir bewusst nicht behaupten

Aussage, die wir nicht treffenWarum nicht
„KI-gestütztes Matching“Es ist eine Regel-Heuristik, keine künstliche Intelligenz. Wir nennen sie deshalb Passungs-Wert und legen die Rechnung offen.
„Garantierte Reichweite“Wie viele Menschen ein Beitrag erreicht, entscheidet der Algorithmus der Plattform, nicht wir und nicht der Creator.
„Alle Creator handverlesen“Wir prüfen Kennzahlen und Plausibilität. Ein persönliches Casting jedes Profils gibt es nicht.
„Echtheit der Follower bestätigt“Das kann niemand von außen abschließend feststellen. Wir zeigen stattdessen die Aufruf-Signale, an denen es auffällt.
Warum uns das wichtig ist
Hinter Creator Pool steht mit [mediarenner] eine Agentur, die selbst Kampagnen für Kunden verantwortet. Eine Zahl, die im Nachhinein nicht hält, kostet dort Vertrauen – deshalb versprechen wir hier lieber weniger und belegen es.

Daten und Datenschutz

Die Plattform wird nach den Vorgaben der DSGVO betrieben. In der Datenschutzerklärung ist jeder eingesetzte Dienstleister einzeln aufgeführt – mit Zweck und Sitz, inklusive Hosting, Datenbank, E-Mail-Versand und Zahlungsabwicklung. Zahlungsdaten sehen wir nie: Kreditkarte und PayPal laufen ausschließlich über den Zahlungsdienstleister.

  • Creator entscheiden selbst, welche Kanäle sie verbinden – nichts davon ist Pflicht.
  • Verbindungen lassen sich jederzeit im Profil trennen.
  • Marken sehen nur die Profilangaben, keine Zugangsdaten und keine Rohdaten der Plattformen.
  • Auf Wunsch löschen wir ein Konto vollständig – eine Nachricht genügt.

Was du als Marke zusätzlich tun solltest

  1. Lass dir die Aufrufe der letzten zehn Beiträge zeigen, nicht nur den besten.
  2. Sieh dir die Kommentare an – ganze Sätze statt reiner Emoji-Ketten.
  3. Prüfe, wie oft der Kanal Werbung macht; zu viel schwächt die Wirkung.
  4. Starte klein: ein Testauftrag sagt mehr aus als jede Kennzahl.

Und bevor Geld fließt, gehört die Kooperations-Checkliste abgehakt – vor allem Nutzungsrechte und Korrekturschleifen.

FAQ

Häufige Fragen

Woher kommen die Followerzahlen auf den Profilen?

Bei geprüften Profilen direkt von der jeweiligen Plattform: Der Creator meldet sich per offiziellem Login von Instagram, TikTok oder YouTube an und erlaubt uns damit den Abruf seiner Kennzahlen. Bei nicht geprüften Profilen stammen die Zahlen aus der Selbstauskunft des Creators – solche Profile sind nicht als geprüft gekennzeichnet.

Kann ein Creator die geprüften Zahlen manipulieren?

Die abgerufenen Werte kann er nicht verändern, sie kommen unmittelbar von der Plattform. Was auch eine Verbindung nicht ausschließt, sind gekaufte Follower – die Plattform zählt sie mit. Deshalb zeigen wir zusätzlich die durchschnittlichen Aufrufe, denn genau daran fallen gekaufte Reichweiten auf.

Sieht Creator Pool private Daten des Creators?

Nein. Wir rufen ausschließlich öffentliche Kanaldaten ab: Nutzername, Followerzahl und je nach Plattform Zahl der Videos oder Aufrufe. Keine Nachrichten, keine Kontakte, keine E-Mail-Adressen aus dem sozialen Netzwerk und keine Berechtigung, etwas zu veröffentlichen.

Ist der Passungs-Wert eine künstliche Intelligenz?

Nein, und wir nennen ihn deshalb auch nicht so. Es ist eine feste Punkterechnung aus Nische, geprüfter Reichweite, Verhältnis von Aufrufen zu Followern und Budget. Die genaue Verteilung steht auf dieser Seite, und neben jedem Wert stehen die Gründe im Klartext.

Kann ein Creator die Verbindung wieder trennen?

Jederzeit im eigenen Profil. Danach entfällt die Kennzeichnung als geprüft, und wir rufen keine Daten mehr ab.

Wo liegen die Daten?

Die Plattform wird in der EU betrieben und richtet sich nach der DSGVO. Alle eingesetzten Dienstleister sind in der Datenschutzerklärung einzeln mit Zweck und Sitz aufgeführt.

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