Wie die Prüfung abläuft
Der Creator klickt in seinem Profil auf „Konto verbinden“ und meldet sich im offiziellen Anmeldefenster der jeweiligen Plattform an – also bei Instagram, TikTok oder Google selbst, nicht bei uns. Wir bekommen dabei kein Passwort, sondern nur eine Freigabe, bestimmte Kennzahlen abzurufen. Danach trägt das Profil die Kennzeichnung geprüft, und die Followerzahl stammt aus der Quelle, nicht aus einem Formular.
| Plattform | Was wir abrufen | Was wir nicht bekommen |
|---|---|---|
| Nutzername, Kontotyp, Followerzahl, Anzahl Beiträge | Nachrichten, Kommentare, Follower-Liste, Veröffentlichungsrechte | |
| TikTok | Nutzername, Anzeigename, Follower, Gefolgte, Likes, Videoanzahl, Verifizierungsstatus | Nachrichten, Entwürfe, Veröffentlichungsrechte |
| YouTube | Kanalname, Abonnenten, Gesamtaufrufe, Anzahl Videos | Kommentare, Einnahmen, Veröffentlichungsrechte |
Was eine Verbindung nicht leistet
Ehrlichkeit gehört zur Prüfung dazu: Eine bestätigte Followerzahl heißt nicht, dass die Follower echt sind. Wer Follower kauft, bei dem zählt die Plattform sie mit – und gibt sie entsprechend an uns weiter.
Deshalb ist die zweite Zahl die wichtigere: das Verhältnis von durchschnittlichen Aufrufen zur Followerzahl. Gekaufte Follower sehen keine Videos. Ein Profil mit 20.000 Followern und 600 Aufrufen fällt damit sofort auf, egal wie bestätigt die 20.000 sind.
| Signal | Was es aussagt | Wie belastbar |
|---|---|---|
| Followerzahl (verbunden) | Größenordnung des Kanals | hoch – kommt von der Plattform |
| Ø Aufrufe je Beitrag | tatsächliche Aufmerksamkeit | das aussagekräftigste Signal |
| Followerzahl (Selbstauskunft) | Anhaltspunkt | gering – ungeprüft |
| Kommentare und Reaktionen | Bindung zur Community | gut, aber manuell zu prüfen |
Worauf du beim Sichten selbst achten solltest, steht in der Zehn-Minuten-Kontrolle unter Micro-Influencer finden.
Der Passungs-Wert – die Rechnung offengelegt
Wenn wir dir passende Creator vorschlagen, steht neben jedem Profil ein Wert zwischen 0 und 100. Der entsteht nicht durch ein undurchsichtiges Modell, sondern durch eine feste Punktevergabe. Wir legen sie hier vollständig offen, damit du den Wert einordnen kannst:
| Kriterium | Punkte | Wann es zählt |
|---|---|---|
| Nische passt zur Anfrage | 30 | der wichtigste Faktor überhaupt |
| Reichweite per Login geprüft | 25 | verbundenes Konto statt Selbstauskunft |
| Reichweite im gesuchten Fenster | 20 | voll bei 1.000–25.000 Followern |
| Ø Aufrufe über der Followerzahl | 15 | das Qualitätssignal für echte Aufmerksamkeit |
| Hinterlegter Preis passt ins Budget | 10 | wenn beides angegeben ist |
Unter jedem Wert stehen zusätzlich die Gründe im Klartext – etwa „Nische Fashion & Mode“, „Reichweite verifiziert“ oder „Ø Views 267 % der Follower“. Du siehst also nicht nur dass jemand passt, sondern warum.
Was wir bewusst nicht behaupten
| Aussage, die wir nicht treffen | Warum nicht |
|---|---|
| „KI-gestütztes Matching“ | Es ist eine Regel-Heuristik, keine künstliche Intelligenz. Wir nennen sie deshalb Passungs-Wert und legen die Rechnung offen. |
| „Garantierte Reichweite“ | Wie viele Menschen ein Beitrag erreicht, entscheidet der Algorithmus der Plattform, nicht wir und nicht der Creator. |
| „Alle Creator handverlesen“ | Wir prüfen Kennzahlen und Plausibilität. Ein persönliches Casting jedes Profils gibt es nicht. |
| „Echtheit der Follower bestätigt“ | Das kann niemand von außen abschließend feststellen. Wir zeigen stattdessen die Aufruf-Signale, an denen es auffällt. |
Daten und Datenschutz
Die Plattform wird nach den Vorgaben der DSGVO betrieben. In der Datenschutzerklärung ist jeder eingesetzte Dienstleister einzeln aufgeführt – mit Zweck und Sitz, inklusive Hosting, Datenbank, E-Mail-Versand und Zahlungsabwicklung. Zahlungsdaten sehen wir nie: Kreditkarte und PayPal laufen ausschließlich über den Zahlungsdienstleister.
- Creator entscheiden selbst, welche Kanäle sie verbinden – nichts davon ist Pflicht.
- Verbindungen lassen sich jederzeit im Profil trennen.
- Marken sehen nur die Profilangaben, keine Zugangsdaten und keine Rohdaten der Plattformen.
- Auf Wunsch löschen wir ein Konto vollständig – eine Nachricht genügt.
Was du als Marke zusätzlich tun solltest
- Lass dir die Aufrufe der letzten zehn Beiträge zeigen, nicht nur den besten.
- Sieh dir die Kommentare an – ganze Sätze statt reiner Emoji-Ketten.
- Prüfe, wie oft der Kanal Werbung macht; zu viel schwächt die Wirkung.
- Starte klein: ein Testauftrag sagt mehr aus als jede Kennzahl.
Und bevor Geld fließt, gehört die Kooperations-Checkliste abgehakt – vor allem Nutzungsrechte und Korrekturschleifen.