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UGC-Creator finden

UGC-Creator produzieren Content für deine Kanäle und Anzeigen – ohne selbst zu posten. Du bezahlst also die Produktion, nicht die Reichweite. Hier stehen die fünf üblichen Wege, so jemanden zu finden, was sie jeweils taugen und woran du im Profil erkennst, ob es passt.

Fünf Wege, UGC-Creator zu finden

WegVorteilNachteilGeeignet für
Creator-PlattformProfile, Preise und Beispiele auf einen Blick, Abwicklung an einem OrtDer Pool ist nur so gut wie seine Kuratierunglaufenden Bedarf und wiederkehrende Produktionen
Direkt per Instagram-DMkostenlos, direkter DrahtSehr zeitaufwendig; viele antworten nicht, Preise sind kaum vergleichbarerste Versuche mit viel Zeit
Agenturwenig eigener Aufwand, Qualitätssicherung inklusiveAufschlag von 30 bis 100 %, längere Vorlaufzeitengroße Kampagnen mit Budget
Freelancer-Portale (Fiverr, Upwork)sehr günstig, große Auswahlmeist englischsprachig, selten DACH-typisch, Produkt-Versand kompliziertenglischsprachige Märkte
Eigene Kundschaft ansprechenechte Nutzer, höchste Glaubwürdigkeit, günstigste Varianteschwankende Qualität, viel Anleitung nötigMarken mit aktiver Community
Der unterschätzte fünfte Weg
Frag deine bestehenden Kunden. Wer dein Produkt ohnehin nutzt, liefert oft das glaubwürdigste Material – gegen Produktguthaben oder ein kleines Honorar. Ein Newsletter-Aufruf reicht als Anfang.

Woran du einen guten UGC-Creator erkennst

Anders als bei Influencern sagt die Followerzahl hier nichts. Sieh dir stattdessen an, was jemand tatsächlich produziert:

MerkmalGutes ZeichenWarnsignal
Beispielvideos3–5 fertige Videos für verschiedene Produktenur Fotos oder gar keine Beispiele
Tonklare Sprache, kein Rauschen, Mikro erkennbarhallige Handyaufnahme aus dem Wohnzimmer
Lichtgleichmäßig, Gesicht erkennbarGegenlicht, wechselnde Farbstiche
Sprechweisewirkt natürlich, keine abgelesenen Sätzemonoton vorgelesenes Skript
Erste 3 SekundenHook sitzt sofortlanger Vorlauf, bis das Produkt kommt
Reaktionszeitantwortet innerhalb eines Tagestagelanges Schweigen schon vor dem Auftrag
Preisangabenennt klare Preise inklusive Leistungen„kommt drauf an“ ohne jede Spanne

Ein guter Test vor der ersten großen Bestellung: ein einzelnes Video beauftragen. 100 bis 200 € sind ein günstiger Preis für die Erkenntnis, ob die Zusammenarbeit funktioniert.

Das Briefing entscheidet über das Ergebnis

Der häufigste Grund für schlechte UGC-Videos ist kein schlechter Creator, sondern ein vages Briefing. Diese fünf Angaben sollten immer drinstehen:

  1. Zielgruppe und Problem: Für wen ist das Produkt und was löst es?
  2. Hook: der erste Satz, mit dem das Video startet – gib zwei bis drei Varianten vor.
  3. Muss-Aussagen: maximal drei, sonst klingt es wie eine Werbebroschüre.
  4. Format: hochkant 9:16, Länge 15 bis 30 Sekunden, mit oder ohne Untertitel.
  5. No-Gos: Aussagen, die aus rechtlichen Gründen nicht fallen dürfen.
Vorlage zum Kopieren
Ein kopierfertiges Briefing in zehn Zeilen steht in der Kooperations-Checkliste – zusammen mit den zwölf Punkten, die vor jeder Zusammenarbeit geklärt sein sollten.

Der Ablauf in fünf Schritten

SchrittWas passiertDauer
1. AuswahlProfile und Beispielvideos sichten, zwei bis drei anfragen1–2 Tage
2. AbstimmungBriefing, Preis, Nutzungsrechte und Termin festhalten2–4 Tage
3. VersandProdukt verschicken, Eingang bestätigen lassen2–5 Tage
4. ProduktionDreh und Schnitt, Lieferung des Rohvideos3–10 Tage
5. Freigabeeine Korrekturschleife, dann Zahlung2–3 Tage

Was das kostet

Kurz: 80 bis 250 € je Video, mit mehreren Hook-Varianten 120 bis 350 €, Mengenrabatt ab drei Videos. Dazu kommt der Buyout, wenn du in Anzeigen schalten willst. Die vollständigen Tabellen nach Format und Followerstufe stehen im Ratgeber Was kostet ein Influencer-Post?

Wie es auf Creator Pool abgerechnet wird, steht auf der Preisseite: Suchen und Anschreiben kosten nichts, erst bei einer zustande gekommenen Kooperation fällt eine Vermittlungsgebühr an.

Wenn du weiterdenken willst

FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem UGC-Creator und einem Influencer?

Ein UGC-Creator produziert Videos und Fotos für dich, veröffentlicht sie aber nicht auf seinem eigenen Kanal. Du bekommst die Dateien und nutzt sie selbst – auf deinen Kanälen und in Anzeigen. Ein Influencer wird dafür bezahlt, dass er bei sich postet, also für seine Reichweite. Beim UGC-Creator zählt die Produktionsqualität, nicht die Followerzahl.

Braucht ein UGC-Creator viele Follower?

Nein. Da er nichts auf seinem Kanal veröffentlicht, spielt seine Reichweite keine Rolle. Entscheidend sind Bildqualität, Sprechweise, wie natürlich er vor der Kamera wirkt und ob er zur Zielgruppe deines Produkts passt.

Wie schnell bekomme ich das erste Video?

Rechne ab Anfrage mit zwei bis drei Wochen: einige Tage für die Abstimmung, Versand des Produkts, drei bis zehn Tage Produktion und eine Korrekturschleife. Wer schneller liefern soll, verlangt in der Regel einen Eilaufschlag.

Darf ich UGC-Videos als Werbeanzeige schalten?

Nur wenn das ausdrücklich vereinbart ist. Die Werbenutzung ist eine eigene Leistung, der sogenannte Buyout, und kostet üblicherweise 30 bis 100 Prozent Aufschlag. Kläre das vor der Produktion, nicht danach.

Muss ein UGC-Video als Werbung gekennzeichnet werden?

Wenn du es auf deinen eigenen Kanälen oder als Anzeige verwendest, ist ohnehin klar, dass es sich um Werbung deiner Marke handelt. Postet der Creator zusätzlich bei sich, gilt die normale Kennzeichnungspflicht.

Was kostet ein UGC-Video?

Üblich sind 80 bis 250 € je Video, mit mehreren Hook-Varianten 120 bis 350 €. Ausführliche Preistabellen findest du im Ratgeber zu Influencer-Preisen.

Loslegen kostet nichts

Konto anlegen, passende Creator ansehen, Anfrage schreiben – alles kostenlos. Bezahlt wird erst, wenn eine Kooperation zustande kommt.